Two men walking and talking in a street.
Zwei Männer laufen durch die Straße und unterhalten sich.

Sprachbarriere überwinden: So geht Kommunikation am Arbeitsplatz

25. September 2023

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Kommunikation am Arbeitsplatz ist einer der Schlüssel zum Erfolg eines Unternehmen und hat auch einen Einfluss auf die Arbeitsmoral. Doch in einer globalisierten Arbeitswelt stehen Unternehmen immer häufiger vor einer besonderen Herausforderung: Sprachbarrieren. Bereits mit ein paar Tipps lassen sich Sprachbarrieren überwinden.

Wenn Mitarbeiter aufgrund von Sprachschwierigkeiten nicht effektiv miteinander kommunizieren können, können etliche Problem auftreten. Aufgaben und Projekte dauern länger als geplant, was wiederum Kosten verursacht. Darüber hinaus können Missverständnisse und misslungene Kommunikation zu Fehlern in Projekten führen, die nicht nur finanzielle Auswirkungen haben, sondern auch das Vertrauen der Kunden gefährden können. Die Auswirkungen erstrecken sich auch auf das Betriebsklima, da Kommunikationsprobleme Frustration und Konflikte zwischen Mitarbeitern fördern können. Wie kann man also Sprachbarrieren am Arbeitsplatz am besten überwinden?

Ursachen von Sprachbarrieren erkennen

Sprachbarrieren haben verschiedene Ursachen, die von unterschiedlichen Muttersprachen bis hin zu kulturellen Unterschieden reichen. Einer der offensichtlichsten Gründe ist die Vielfalt der Sprachen, die in internationalen Unternehmen vertreten sind. Mitarbeiter mit unterschiedlichen Muttersprachen können Schwierigkeiten haben, sich zu verständigen. Dialekte und regionale Unterschiede können die Kommunikation zusätzlich erschweren. Kulturelle Unterschiede, die sich in verschiedenen Kommunikationsstilen und Konventionen äußern, können außerdem zu Missverständnissen führen. Darüber hinaus spielen auch Fachsprache und Jargon in bestimmten Branchen eine Rolle.

Das Verständnis all dieser Ursachen ist der erste Schritt zur Entwicklung von Strategien zur Überwindung von Sprachbarrieren in der Mitarbeiterkommunikation.

Sprachbarrieren überwinden: 5 Tipps

1. Einfache Sprache verwenden

Stellen Sie sich vor, Sie erzählen einem Freund eine Geschichte. Sie ist einfach, logisch und verständlich. Genauso sollte es bei der Kommunikation am Arbeitsplatz sein. Wie das gelingt? Verwenden Sie Wörter im richtigen Kontext, vermeiden Sie Fachjargon, Umgangssprache und Wörter mit doppeltem Sinn und wiederholen Sie alles, was für Verwirrung sorgen könnte.

Grundsätzlich spielt es keine Rolle, ob Sie mit Muttersprachlern oder Nicht-Muttersprachlern am Arbeitsplatz sprechen. Es ist immer eine gute Idee, in einfacher Sprache zu kommunizieren. Lange Sätze mit komplizierter Sprache sind meist verwirrend. Nicht-Muttersprachler verstehen möglicherweise nicht, was Sie sagen möchten und Ihre Botschaft geht verloren. Hinzu kommt: Viele Menschen fragen nicht nach einer genaueren Erklärung. Das kann für Missverständnisse und Fehler sorgen.

2. Sprachkurse anbieten

Ein Sprachkurs kann Nicht-Muttersprachlern einige grundlegende Sprachkenntnisse für den Arbeitsalltag beibringen. Wörter, Redewendungen und relevante oder spezifische Geschäftsterminologie helfen ihnen, die Arbeit besser zu erledigen.

Sprachkurse können zudem für alle Mitarbeiter vorteilhaft sein, wenn es um den Umgang mit ausländischen Märkten geht. Denn natürlich werden Sie umso erfolgreicher sein, je besser Sie Ihren Zielmarkt kennen. Es geht darum, die Sprache und die Kultur der jeweiligen Zielgruppe zu verstehen.

3. Muttersprache des Mitarbeiters lernen

Das Erlernen einiger grundlegender Begrüßungen und ermutigender Worte in der Muttersprache des Mitarbeiters stärkt die Kommunikation und baut Beziehung auf. Denn wenn jemand einem neuen Unternehmen beitritt, ist es entscheidend, dass er sich willkommen und zugehörig fühlt.

Wenn man weiß, dass der Mitarbeiter Deutsch als Zweitsprache spricht, kann man beispielsweise mit einfachen Gesten – wie dem Aufhängen eines Willkommensschildes in der Muttersprache des neuen Mitarbeiters – zu mehr Wertschätzung beitragen. Unterschätzen Sie nicht die positive Wirkung. Es dient nicht nur als Eisbrecher, sondern zeigt auch, dass man die neuen Mitarbeiter respektiert und sie ernst nimmst, indem man ein wenig über Sprache und Kultur lernt.

4. Bilder sprechen lassen

Manchmal ist der einfachste Weg, etwas Neues zu lernen, indem man jemand anderem dabei zusieht. Das Zeigen statt Erzählen beseitigt die Sprachbarriere, sei es durch das Demonstrieren einer praktischen oder technischen Fähigkeit.

Ähnlich können visuelle Elemente wie PowerPoint-Präsentationen eingesetzt werden. Mithilfe von visuellen Elementen können Mitarbeiter oft besser lernen und Zusammenhänge verstehen. Durch die visuellen Eindrücke wird die Botschaft zudem bedeutungsvoller.

5. Dokumente übersetzen

Die Übersetzung wichtiger Dokumente in die Muttersprache eines Mitarbeiters trägt dazu bei, dass dieser komplexe Aufgaben oder Anweisungen besser verstehen kann. Wenn das Unternehmen international tätig ist, kann es also sinnvoll sein, wichtige Dokumente in mehrere Sprachen zu übersetzen.

Fazit: Kommunikation zwischen Mitarbeitern als Schlüssel zum Erfolg

Wenn Teams in der Lage sind, Sprachbarrieren zu überwinden, können sie effizienter zusammenarbeiten, Missverständnisse vermeiden und innovative Lösungen entwickeln. Unternehmen, die in Sprachkurse für ihre Mitarbeiter investieren, sehen oft eine Verbesserung der Teamarbeit und eine Steigerung der Effizienz. Darüber hinaus sind interkulturelle Trainings von großer Bedeutung, um kulturelle Unterschiede zu kennen und die Zusammenarbeit zu fördern.

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